Aktuelle Ausstellungsbeteiligungen
„Ein famoses Talent“:
Mathilde Vollmoeller-Purrman
Edwin Scharff Museum Neu-Ulm
4.2. 2012 – 13.5.2012
www.edwinscharffmuseum.de
Sie war eine Künstlerin der Avantgarde und in den Metropolen Berlin und Paris zu Hause: Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876 – 1943). Der musisch begabten Fabrikantentochter aus Stuttgart und langjährigen Brieffreundin von Rainer Maria Rilke bescheinigt der bekannte Porträtmaler Leo von König „ein famoses Talent“. In ihren frühen Berliner Jahren malt sie impressionistische, lichte Gemälde, die sich insbesondere dem Porträt, dem Stillleben oder der Landschaft widmen.
Rasch zieht es die junge Malerin nach Paris und dort zur ‚Académie Matisse’, einer Künstlergruppe um Henri Matisse, der mit seinen leuchtenden Gemälden aus reinen Farben für Furore sorgt. Unter dessen Einfluss gewinnt das Kolorit ihrer Gemälde an Strahlkraft und Vitalität.
In Paris lernt Mathilde Vollmoeller Hans Purrmann kennen, den sie 1912 heiraten wird. Trotz erster Erfolge stellt sie fortan den eigenen künstlerischen Ehrgeiz hintan und widmet sich ihren Pflichten als Hausfrau und Mutter. Abgesehen von ausgedehnten Reisen lebt die Familie vorwiegend in Berlin oder in ihrem Sommersitz in Langenargen am Bodensee. Die Zeit des Nationalsozialismus überdauert das Paar in Florenz, wo Hans Purrmann die ehrenamtliche Leitung der ‚Villa Romana’ innehat.
Lange Zeit ging man davon aus, dass die Künstlerin nach ihrer Heirat das Malen gänzlich aufgegeben hat und dass ein Großteil ihres frühen Werkes zerstört worden sei. Eindrucksvoll beweist die Neu-Ulmer Ausstellung ihres erst 1999 wiederentdeckten Werkes, dass Mathilde Vollmoeller-Purrmann ein Leben lang künstlerisch tätig war. Zwar kehrt sie sich nach ihrer Heirat von der aufwendigen Ölmalerei ab und wird auch nicht mehr ausstellen. Doch widmet sie sich – insbesondere auf Reisen – dem Aquarell und schafft zahlreiche atmosphärische Blätter voller Transparenz und Leuchtkraft.
Der Werdegang von Mathilde Vollmoeller-Purrmann steht exemplarisch für eine ganze Generation von Künstlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die über 70 ausgestellten Gemälde und Aquarelle bezeugen dabei eindrücklich, dass ihr künstlerisches Schaffen eine Wiederentdeckung wert ist.
Letzte Ausstellungen
Hans Purrmann:
Aquarelle – südliche Landschaften und Veduten
Olaf Gulbransson Museum Tegernsee
16. 10. 2011 – 15. 1. 2012
www.olaf-gulbransson-museum.de
Hans Purrmann zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Aufgewachsen in Speyer, lebte und arbeitete Purrmann vor 1914 in Paris, in den zwanziger Jahren in Berlin und in Langenargen am Bodensee, leitete von 1935 bis 1943 die Villa Romana in Florenz und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Montagnola oberhalb von Lugano (Tessin). Prägend war für ihn die Zeit in Frankreich: Die Auseinandersetzung mit dem Werk Paul Cézannes und die Nähe zu Henri Matisse ließen ihn schon sehr früh zu einem eigenständigen Koloristen werden, der die Gabe hatte, das südliche Licht „einzufangen“.
Das Oeuvre der Aquarelle und Gouachen umfasst insgesamt über 440 Werke. Die ersten nachweisbaren Blätter datieren in Purrmanns Ausbildungszeit, das letzte legte er noch 1965 in Levanto an der ligurischen Küste an. Purrmann ist, neben Emil Nolde und anderen ehemaligen Brücke-Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, zweifellos einer der qualitätsvollsten Aquarellisten der 1920er und 30er Jahre in Deutschland. Er schöpfte seine Bilder aus dem „Kräftespiel der Farben“, wie Hermann Hesse 1953 in dem Gedicht „Alter Meister in der Werkstatt“ schrieb.
Ausstellungsbeteiligungen
Matisse, Cézanne, Picasso... L’aventure des Stein
Grand Palais, Galeries nationales, Paris
5.10.2011 – 16.1.2012
http://www.rmn.fr/
Folgende Werke von Hans Purrmann sind vertreten:
Träumender und Sehender.
Werner Gilles (1894-1961)
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
9.10.2011 - 8.1.2012
www.kunstmuseum-mh.de
Folgende Werke von Hans Purrmann sind vertreten:








